Koronarchirurgie: Koronararterien-Bypass (CABG)

Menü menu

Infokasten: Die aortokoronare Bypassoperation (CABG) stellt den Blutfluss zum Herzmuskel wieder her, indem jenseits eines verschlossenen Segments eine neue Route (Transplantat) geschaffen wird. Ziele sind weniger Brustschmerz, bessere Belastbarkeit und bei fortgeschrittener KHK Verbesserung von Überleben und Lebensqualität.

Was ist Koronarbypass?

Der Bypass überwindet Verengungen oder Verschlüsse der Herzkranzgefäße. Atherosklerotische Plaques verengen das Lumen; der Herzmuskel erhält zu wenig Sauerstoff. Ein Transplantat führt Blut distal zur Obstruktion — Angina lässt nach, das Myokard wird geschützt.

Symptome
  • Brustdruck / Angina
  • Belastungsdyspnoe
  • Schnelle Ermüdung
  • Myokardinfarkt im Notfall
Transplantatquellen
  • Arteria mammaria interna
  • Vena saphena magna (Bein)
  • Arteria radialis (Arm)
Technik
  • Klassisch mit Herz-Lungen-Maschine
  • Off-pump (schlagendes Herz)
  • Minimal-invasiv bei geeigneten Fällen

Für wen empfohlen?

  • Mehrgefäßerkrankung
  • Kritische Stenose des Ramus sinister
  • Diffuse Koronarlaisionen mit Diabetes
  • Restenose nach Stent oder rezidivierende Ischämie
  • Schwere Obstruktion nach akutem Koronarsyndrom

Nutzen und Risiken

Gute Evidenz für Langzeit-Transplantatoffenheit und Symptomkontrolle. Wie bei jeder Operation: Blutung, Wundinfektion, Arrhythmie, vorübergehende Nierenfunktionsänderung, neurologische Komplikationen — erfahrene Zentren minimieren diese Risiken.

Stent oder Bypass? Entscheidung gemeinsam mit Kardiologie und Herzchirurgie nach Gefäßzahl, Anatomie, Ventrikelfunktion, Diabetes und Komorbiditäten. Bei Mehrgefäß- oder Hauptstamm-KHK ist der Bypass langfristig oft vorteilhaft.

Erholung

Krankenhausaufenthalt meist 5–7 Tage; frühe Mobilisation, Atemphysiotherapie, kardiale Rehabilitation. Risikofaktoren (Rauchen, Lipide, Blutzucker, Blutdruck) sichern Transplantatlebensdauer.

Koronarbypass (CABG): Wiederherstellung des Blutflusses bei Verschluss der Herzkranzgefässe mittels Transplantat. Symptome, Transplantatwahl, Off-pump- und minimal-invasive Optionen, Erholung sowie Stent-versus-Bypass — Leitfaden.
Minimal-invasive Herzchirurgie mit kleinem Schnitt vermeidet die vollständige Sternotomie bei Mitral-/Aortenklappe, ausgewähltem Bypass und manchen angeborenen Eingriffen — weniger Schmerz, schnellere Entlassung. Eignung, Vorteile, FAQ.
Mitral-, Aorten- und andere Klappen bei Stenose oder Insuffizienz: Rekonstruktion erhält die eigene Klappe wenn möglich; sonst mechanischer oder biologischer Ersatz. Minimal-invasive Optionen und Erholung — Überblick.
Krampfadern: EVLA, Radiofrequenz, Sklerosierung und bei Bedarf Operation; Symptome, unterstützende Maßnahmen und Langzeit-Nachsorge — Überblick.
Aortenaneurysma und -dissektion: offene Chirurgie und endovaskulär (Stent-Graft). Arrhythmien: Medikamente, Ablation, Gerätetherapie — frühe Diagnose und Nachsorge.
Symptome intrakardialer Raumforderungen, Diagnostik mit Echo und Bildgebung, chirurgische Exzision, Nachsorge und multidisziplinäre Therapie maligner Tumoren — Überblick.
PAVK: Claudicatio, kritische Ischämie, Wunden — Ballon, Stent, Atherektomie, Bypass, Endarteriektomie; integriert mit Krampfaderbehandlung.
Periphere arterielle Stenose: Ballon-Angioplastie und bei Bedarf medikamentenbeschichteter Stent; Indikationen, Vorteile, Nachsorge, FAQ.
Chronische Niereninsuffizienz: AV-Fistel, AV-Graft und Katheterzugang; Reifungszeit, Vorteile, Risiken, Pflegehinweise.